Wer ist dein Nächster?

 

Diese Fragestellung diente als Motto des Jugendgottesdienstes am 13. Oktober, der bedingt durch den Ämtergottesdienst mit Bezirksapostel Ehrich am Samstagabend in der Gemeinde S-Feuerbach statt fand. Nach einer erfolgreichen Jugendchorprobe am späten Nachmittag konnte man sich bei Getränken und Snacks austauschen.

Kurz darauf präsentierten uns die Konfirmanden des Jahres 2019 ihr vorbereitetes Warm-Up. Die jüngsten Jugendlichen nannten mehrere Zitate in Bezug auf die Nächstenliebe und baten um Mithilfe- bis sie schließlich enträtselten, dass es sich um Familienmitglieder handeln sollte und was hinter den jeweiligen Aussagen steckt. In einem Rollenspiel wurde eine obdachlose Frau dargestellt, die nach anfänglichem Zögern von Mitbürgern Hilfe erfahren durfte. Zuguterletzt ging es in einem humorvollen Vortrag um positive und negative Eindrücke von den Nächsten der Gemeinde- Senioren, Amtsträger, Chorsänger, Organisten... Das Fazit der Konfirmanden: Am Ende zählt nur die Nächstenliebe! Nach einigen Momenten Stille begann schließlich der Gottesdienst mit dem Eingangslied „Lasst die Herzen immer fröhlich“.

Das Bibelwort stammt aus Matthäus 25, 45 und lautet:

„Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.“

Bezirksältester Popp schilderte verschiedene Begebenheiten, in denen sich Jesus mit den Geringsten gleichstellte und auf sie zuging. Der Geringste- das kann ein unauffälliger Kollege im Berufsleben sein oder ein(e) stille Glaubensschwester/-Bruder aus der Gemeinde; ebenso wie ein Bettler oder erkrankte Menschen. Sie werden von uns kaum wahrgenommen und müssen im oftmals Häme erfahren. Wir haben mit ihnen mindestens eines gemeinsam: Wir sind alle Geschöpfe Gottes, deren Würde unantastbar ist. Somit hat ein jeder von uns das Recht auf die Grundbedürfnisse. Damit dies möglich ist, wollen wir jederzeit einander helfen und die Geringsten in unsere Mitte nehmen.

Was kann ich tun; was habe ich für Möglichkeiten? Diese Frage stellte uns Bezirksevangelist Schulz. Um dies zu beantworten, müssen wir selbst aktiv werden in der Mithilfe und auf unseren Nächsten zugehen. Wir mögen immer offen für unsere Mitmenschen sein und uns nicht verschließen.

Priester Flaig gab uns den Rat, frei von Vorurteilen zu denken und zu handeln. Manchmal ist es nötig, über unseren Schatten zu springen. Dann können wir auch die Gemeinschaft prägen und erleben.

Was passiert, wenn ich helfe? Priester Geiger sprach von Zivilcourage und der Risikobereitschaft in brenzligen Situationen. Dieser Gedanke soll uns nicht am Helfen hindern.

„Liebe deinen Nächsten“- dies bedeutet, auch seine Feinde zu lieben.

Der Jugendchor (u.a. „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“, „Anker in der Zeit“) und das Instrumentalensemble (u.a. „Ich will dich anbeten“) unterstrichen den Gottesdienst mit passenden und verschiedenen Musikbeiträgen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde ein Schreiben unseres Bezirksapostels vorgelesen bezüglich der Anmeldung zum Internationalen Jugendtags 2019. Jugendleiter Markus Flaig bittet um Geduld, um eine gemeinsame Anmeldung und Unterbringung des Bezirks zu ermöglichen. Nach der Bekanntgabe gab es mehrere Pizzasorten zur Stärkung des leiblichen Wohls. Hinterher ging es für viele Jugendliche auf die Bowlingbahn und so endete der Abend in christlicher Gemeinschaft mit jeder Menge Spaß und vielen wertvollen Gedanken. (MP)

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